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aus: Überlastung Zufrieden im Job

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Mira Czutka: Pilgern

»Man kann nicht alles steuern«

Mira Czutka wendet als Managerin an, was sie beim Pilgern gelernt hat.

»Vor neun Jahren bin ich zum ersten Mal in Spanien gepilgert. Das war für mich eine so positive Erfahrung, dass ich seitdem jedes Jahr den Jakobsweg gehe. Dort reduziert sich alles auf das blanke Leben. Ich muss kaum Entscheidungen treffen – höchstens, ob ich mich jetzt ausruhe oder später.

Da ist mein Alltag sonst ganz anders: Als Produktmanagerin bei W. L. Gore & Associates mache ich Marktanalysen und entwickle Arbeitskleidung, da muss ich ständig Entscheidungen treffen. Die Arbeit ist so intensiv, dass man sich leicht in den Tätigkeiten verliert. Aber inzwischen bemerke ich es rechtzeitig, wenn die Seele langsam abstirbt. Das habe ich beim Pilgern gelernt, weil ich da so aufblühe.

Auch von einer weiteren Erfahrung profitiere ich im Joballtag: Alles funktioniert auch ohne eine durchgetaktete Organisation. Natürlich setze ich mir bei der Arbeit Ziele, so wie ich auch beim Pilgern weiß, dass ich abends an einer Herberge ankommen will. Aber auf dem Weg dahin gebe ich mich dem Fluss der Dinge hin. Wenn ich auf dem Jakobsweg nicht weiß, in welche Richtung ich weitergehen muss, treffe ich sicher jemanden, der es mir sagen kann.

Und bei der Arbeit geht doch ein minutiöser Zeitplan sowieso nie auf, bei der Entwicklung eines neuen Produkts muss jeder seine Planung immer wieder nachjustieren. Man kann eben nicht alles steuern. Ich bezeichne mich zwar nicht als religiös, glaube aber, dass etwas Größeres uns beeinflusst. Davon lasse ich mich lenken.«

Das ZEIT-Magazin schreibt über das Buch: „Mitunter sehr spirituell“ 😉

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/s3/Ueberlastung-Arbeit-Entspannung/seite-4 

 

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Buch des Monats

„Out of office“.  Als Managerin auf den Spuren des Franziskus. Das Pilgerbuch für den Weg nach innen“ von Mira Czutka, Paperback, 192 S., 2010, Köselverlag, € 16,90

August/September 2011

„Out of office“. Als Managerin auf den Spuren des Franziskus

 

Die Sehnsucht nach einer Auszeit, nach Begegnung mit sich, mit Gott, mit der Natur ist groß. Viele Menschen suchen und finden die Erfüllung dieser Sehnsucht im Pilgern. Pilgern ist „in“! Warum?

Die Autorin, eine erfolgreiche Managerin, hat ihre Antwort. Für sie ist Pilgern ein heilsames Einüben in das Weitergehen, das Loslassen, das Durchhalten und in die Einfachheit. „Wir lernen, dass es wenig braucht, um in uns glücklich zu sein.“

Die Autorin lädt ein zu einer Pilgerreise auf dem Franziskusweg in Italien. Sie verspricht dem Leser/ der Leserin mehr über Franziskus und den Franziskusweg zu erfahren und bietet gleichzeitig einen „Reiseführer in die inneren Welten“ an.

Der Weg führt an vier Klöster vorbei, die sich im Rieti Tal, 80 km nördlich von Rom, befinden. Diese Wegstrecke im Tal ist der ursprüngliche Franziskusweg. Der gesamte Weg ist ca. 500 km lang und führt von der Toskana nach Rom.

Den Klöstern, die historisch mit Franziskus verbunden sind und wichtige Stationen dieses Heiligen sichtbar machen, sind Themen zugeordnet, die sich als spirituelle Wegweiser für den Weg nach Innen verstehen. In genialer Weise sind historische Orte, das Leben des Heiligen und eigener, innerer Pilgerweg miteinander verbunden. Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam und klar, dass Gotteserfahrung stets mit Selbsterfahrung einhergeht, dass der innere wahre Frieden und das wirkliche Wohlbefinden unabhängig sind von äußeren Bestimmtheiten. Es ist gerade die Hinwendung zur Einfachheit, in der es nicht nur darum geht, wenig zu besitzen, sondern vor allem darum, wenig zu wollen und wenig haben zu müssen. „Es ist diese Armut im Geiste, die gerade durch die Beschränkung reich macht.“

Die tiefsinnigen Reflexionen über Franziskus und deren Bedeutung für den eigenen spirituellen Lebensweg, Achtsamkeitsübungen, und Weisheitsgeschichten aus anderen spirituellen Traditionen zeigen die reiche Erfahrung und die geistige Weite der Autorin.

Dieses außergewöhnliche Pilgerbuch ist ein wirklich guter Reiseführer nach innen und macht richtig Lust aufzubrechen, äußerlich und innerlich.

Ida-Anna Braun

http://frauenseelsorge.de/htdocs/index.php?detail=1&newsnr=601&sID=0401 

 

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m Magazin VISIONEN 04/2011 erschien ein mehrseitiges Interview mit mir über den Franziskusweg.

http://www.visionen.com/

 

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Keine Pilgerwegbeschreibung à la Hape Kerkeling, sondern ein Buch für spirituell Suchende und Menschen, die in ihrem Leben etwas verändern wollen. Innerlich und äußerlich begibt sich die deutsche Managerin eines amerikanischen Wirtschaftsunternehmens zu 4 Lebensstationen des Heiligen Franz von Assisi im italienischen Rieti-Tal.
Aber nicht die Schilderung von Erlebnissen und Sehenswürdigkeiten am Wegesrand ist ihr Anliegen, sondern eine lebensnahe Einführung in die franziskanische Spiritualität der Armut.
Klug und aufmerksam analysiert Mira Czutka unser alltägliches Leben und Zusammenleben. Daran anknüpfend ermöglicht sie persönliche Zugänge zu den Lehren des Franziskus und bietet Impulse zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Sein und Haben“.
Wer die auch auf spiritueller Ebene gut ausgebildete Autorin lesend begleitet, kann sich von ihrer klaren Sprache anregen und zu einer im Alltag lebbaren Haltung des Loslassens und der Einfachheit führen lassen.

http://www.stadtbibliothek-bremerhaven.de/aktuelles/detailansicht/meldung/themenmix-neue-sachbuecher.html

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Die ersten Sätze des Vorworts zeigen bereits die Zielsetzung an: „Dieses Buch lädt ein, sich mit Franziskus und mir auf eine Reise zu begeben. Auf eine Pilgerreise durch Italien, die wichtige Stationen im Leben des Franziskus von Assisi (1181/1182-1226) streift – und auf eine Entde-ckungsreise auf dem Weg zu sich selbst. Ich möchte dabei für uns heutige Menschen aufzeigen, wie unser Leben gelingen kann. Trotz aller Widersprüche, Ängste und vielem, was uns nicht gelingen wird.“

Damit ist die Doppelspur markiert, die die Autorin zieht. Es handelt sich nicht – wie etwa bei Hape Kerkelings berühmten „Ich bin dann mal weg“ – um einen der zahlreichen Pilgerberichte, sondern um eine Betrachtung grundsätzlicher spiritueller Prozesse, die an die Einsiedeleien und franziskanischen Themen des Rietitales angebunden werden.Damit ist die Doppelspur markiert, die die Autorin zieht. Es handelt sich nicht – wie etwa bei Hape Kerkelings berühmten „Ich bin dann mal weg“ – um einen der zahlreichen Pilgerberichte, sondern um eine Betrachtung grundsätzlicher spiritueller Prozesse, die an die Einsiedeleien und franziskanischen Themen des Rietitales angebunden werden.

Gut gefällt mir, dass das Buch keine abgehobene Abhandlung „über“ Spiritualität ist, sondern eine Beschreibung der Autorin von eigenen Erfahrungen eines persönlichen Weges. Es ist im besten Sinne „therapeutisch“, also heilsam, weil es von unseren menschlichen Reaktionen er-zählt, uns vor Verletzungen zu schützen. Gerade aber der Schmerz und die Verwundungen kön-nen zum Einfallstor Gottes werden und neue Zugänge eröffnen.

Die Doppelspur der Verknüpfung von Franziskus mit der Darstellung einer (möglichen) Form von Spiritualität heute und der sich ergebenden Dreifachspur mit mir als kritischem Rezipienten macht das Buch zu einer lesenswerten und anregenden Lektüre.

http://www.infag.de/seiten/userfiles/file/downloads/Buchbesprechung%20Out%20of%20Office.pdf?DokuWiki=59407f9068a38319074b0d159d2b722a

 

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Ein Buch für alle, die sich nach Freiheit und innerem Reichtum sehnen.

BIETIGHEIMER Zeitung vom 14.03.2011

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Das Buch ist zugleich eine Ermutigung bzw. ein Appell an unsere Wohlstandsgesellschaft: Wir leben heute in einer Welt, die scheinbar alle Möglichkeiten bietet und sind fi nanziell abgesichert. Dennoch fühlen sich viele Menschen innerlich leer und gefangen. All den Menschen, die sich nach Freiheit und inneren Reichtum sehnen, kann das Buch ein wertvoller Impulsgeber sein.

http://www.drs.de/fileadmin/Baukasten/Betriebsseelsorge/Fachbereich_K_A/PDF-Dateien/Erwachsenenbildung2011_Flyer.pdf

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Mira Czutka hat es getan. Wie viele andere vor ihr und wie in den letzten Jahren so mancher Prominente auch durchaus öffentlichkeitswirksam. Sie hat es nicht nur einmal gemacht, sondern durchaus öfter und tut es noch. Pilgern.
Allerdings nicht, wie so viele, auf den breiten Pfaden des Jakobs Weges (den sie durchaus aber auch schon beschritten hat), sondern auf den auf den Spuren des Franz von Assisi in Italien.
So legt sie auf den knapp 190 Seiten des handlichen Buches nicht nur einen geographischen Reisebericht vor, sondern versteht ihre Zeilen auch als einen „Reiseführer in innere Welten“. Diese „inneren Welten“ sind es nun auch, die den größten Teil des Textes ausmachen und ebenso sind es diese Eindrücke, die das Buch zu einem intensiven Gewinn machen.
Zu keiner Zeit wirken die Worte der Autorin altbacken oder gar peinlich frömmlerisch. Mit spürbarer innerer Sicherheit und Ruhe lässt Mira Czutka den Leser teilhaben an ihrem ganz persönlichen Weg durch die oberitalienische Landschaft, die den unzerstörbaren Geist des Franziskus von Assisi quasi in sich trägt und atmet.
Ein empfehlenswertes Buch gerade für die moderne Zeit mit ihren vielfachen Anforderungen und vermeintlich anzustrebenden Dingen und Positionen, dass einen ganz andere, inneren Weg nicht nur darstellt, sondern auch eröffnen kann.

http://www.rezensions-seite.de/rezensionen/biographien-berichte/mira-czutka-out-of-office/

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Anfang Oktober 2010 habe ich dem Domradio in Köln ein Interview gegeben. Ich sende Ihnen gerne auf Anfrage den Mitschnitt zu.